Gedichte
Bedeutende Werke der Sufi-Dichtung mit Originaltexten, wissenschaftlichem Kommentar und Analyse ihres philosophischen und theologischen Gehalts.
14 Artikel
Mein Schmerz war meine Heilung: Niyazi-i Misri über die Nähe des Freundes
Niyazi-i Misris Gedicht 'Ich suchte ein Heilmittel für meinen Schmerz, mein Schmerz war die Heilung': die innere Wendung und Gottes Nähe.
Was Er tut, tut Er schön: Ibrahim Hakkis Tefvizname
Erzurumlu Ibrahim Hakkis Tefvizname, 'was der Herr tut, tut Er schön': Vertrauen, Geduld und Zufriedenheit mit dem göttlichen Ratschluss.
Schön sein Name, schön er selbst: Yunus Emre über die Liebe zum Propheten
Yunus Emres geliebtes Na't, adi guzel kendi guzel Muhammed: das anatolische Lied der Liebe zum Propheten, seiner Schönheit und seiner Fürsprache.
Gibt es irgendwo einen Fremden wie mich: Yunus Emre über die Ghurbat
AusgewähltYunus Emres anatolisches Ilahi der Ghurbat. Echo des Hadith 'der Islam begann als Fremder', das Recht des toten Fremden, Sehnsucht des Herzens.
Wenn du ein Herz gebrochen hast: Yunus Emre über die Heiligkeit des Herzens
AusgewähltYunus Emres türkisches Ilahi. Das Gebet dessen, der ein Herz brach, ist kein Gebet; keine der zweiundsiebzig Völker wäscht diese Hand.
Ana al-Haqq: Ich bin die Wahrheit
Halladschs ekstatischer Ausruf Ana al-Haqq und die Verse, die sein Martyrium begleiteten: nicht Anspruch auf Göttlichkeit, sondern die Abwesenheit des Ego.
Die Liebe nahm mich mir
Yunus Emres Gedicht über die Liebe als verwandelnde Kraft, die das Ego auflöst und den Menschen erst zu dem macht, was er wirklich ist.
Das Lied des Rohrs: Die Eröffnung des Masnavi
AusgewähltDie Eröffnungsverse von Rumis Masnavi, das Ney-name: Trennung, Sehnsucht, das Feuer der göttlichen Liebe und die Reise der Seele zurück zu ihrem Ursprung.
Die Motte und die Flamme
Attars Allegorie der Motte, die sich in die Flamme stürzt: wahre Erkenntnis verlangt die Auslöschung des Erkennenden, nicht bloße Betrachtung von außen.
Die Taverne des Ruins
Hafiz' Symbolik der Weintaverne: Wein als göttliche Liebe, die Taverne als Versammlungsort der Suchenden, der Ruin als Auflösung des Ego.
Ich starb als Mineral
Rumis Gedicht über die geistige Evolution der Seele: Tod und Wiedergeburt auf jeder Stufe des Aufstiegs, vom Mineral zum Engel und darüber hinaus.
Komm, komm, wer du auch bist
Rumis berühmtestes Gedicht in seinem ursprünglichen Kontext: keine Einladung zum Relativismus, sondern ein Ruf zur Umkehr.
Mein Herz ward fähig jeder Form
Ibn Arabis berühmtes Gedicht aus dem Tarjuman al-Ashwaq über das Herz, das fähig ist, jede Form anzunehmen:
Nicht Christ und nicht Jude
Rumis Gedicht über die Auflösung aller Identitäten: kein philosophischer Relativismus, sondern Sprache aus dem Zustand des Fana.